Degeneration ist die Währung, mit der die Gesellschaft den Preis für ihre Prinzipienlosigkeit bezahlt. Bleibt dem Mann von heute die Front erspart, spielt er eben War Games.

Aldo Betschart – Schweizer Autor 

In Zürich lebend



Aktuell: Das neue Roman-Manuskript (2022)

In der Nacht auf morgen 

Ein zeitkritischer Roman, der ermutigen soll – von Aldo Betschart
»Wir hetzen uns ab, kaufen und konsumieren und stehen es eben durch. Wir sind die Besiegten, und als solche gehen wir unserem täglichen Job nach – so als arbeiteten wir auf einem Ozeanriesen, ohne den uns umgebenden Ozean überhaupt wahrzunehmen.«

Ein Zürcher Kleinunternehmer, der sich für eine Verbesserung seiner Lebensumstände zu einer kriminellen Handlung veranlasst sieht – und dessen nichtsahnende Partnerin, die sich ein Kind wünscht. Das ungleiche Paar bereist Ägypten, wobei am Ende des erlebnisreichen Urlaubs auf beide ein Neuanfang wartet.

In der Nacht auf morgen ist sowohl ein Beziehungs-Roadmovie als auch eine aus dem Alltag des kleinen Arbeiters herausgegriffene Urteilsverkündung über die Ökonomie der Gegenwart. In der Person des nachdenklichen, mit beruflichen Problemen kämpfenden Veloladen-Besitzers, Moritz ‚Ritz‘ Hürlimann, ist die Fragestellung nach dem Sinn der modernen Leistungsgesellschaft verkörpert, und was diese im sogenannten digitalen Zeitalter hinzugewinnt, wo das berufliche Burnout wegen der steten Effizienzsteigerung als eine ganz normale Folgeerscheinung angesehen wird. »Wer«, fragt Hürlimann deswegen seine Sandra, »will in solch einer Welt ein Kind aufwachsen sehen und die Verantwortung tragen müssen?«
  • Schauplätze: Stadt Zürich und verschiedene Touristenorte in Ägypten.

  • Der Roman besteht aus zwei miteinander verwobenen Handlungssträngen in der Kulisse des realen Zeitgeschehens, spielt vom Sommer 2019 bis Mitte März 2020, nur wenige Tage vor dem ersten Corona-bedingten Schweizer Lockdown.

  • Umfang: Ca. 158'000 Wörter. 400 bis 450 Buchseiten.


Die Anfänge …

Was mir zunächst auf den Weg half, war die Arbeit an meinen Songtexten, wo ich lernte herauszudestillieren und – nötigenfalls – in der Kürze die Würze zu finden. Es folgten 'Short-Stories' und mein Job als Zeitungs-Korrespondent in New York . Weitere Veröffentlichungen etwa in der »Literaturpause« des Luzerner Kulturmagazins oder in der Literaturzeitschrift der Schweiz – »entwürfe«. Die logische Schlussfolgerung war, meine persönlichen Lebensansichten zum Zeitgeist im Roman ausdrücken zu wollen, spannend, unterhaltsam, informativ – ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Ich habe mich in die Arbeit gestürzt – und schreibe weiter.

Die Romane bisher


Fliegender Ring (2017)

»Seit zehn Jahren schlafe ich ausschließlich mit ein und derselben Frau, mit der ich Tisch und Bett teile und obendrein zwei Kinder habe. Was denkst du wohl, was der Grund meiner Treue ist? Schiere Dummheit? Oder weil sie mir besser gefällt als alle anderen?«

Ein Ehekrach endet damit, dass Andres Binder den Ehering seiner Angetrauten aus dem Fenster wirft. Später bereut Binder seine Tat, weswegen er ohne das Wissen seiner Frau vor Weihnachten einen Metalldetektor mietet und sich damit auf die Suche nach dem Ring begibt. Dabei wird er von den gemeinsamen zwei Kindern moralisch unterstützt, denen es allerdings nicht immer leicht fällt, das Geheimnis der Ringsuche zu wahren.

Mit seiner tragikomischen Erzählung des in nagender Unsicherheit darbenden Schweizer Ehemannes Binder – der nach einem Ehekrach den verloren gegangenen Trauring seiner Frau wiederbeschaffen will –, ist Aldo Betschart eine ebenso unterhaltsame wie treffende Momentaufnahme der modernen Ehe gelungen, in welcher das Patriarchat längst gelernt hat, die neue Machtstellung des Feminismus anzuerkennen.

Unterhaltsam, einfühlsam, witzig – eine furiose Liebeserklärung an die stinknormale Ehe!

Nicole Auf der Maur, 'Bote der Urschweiz'-Redaktorin, Rocksängerin, Ehefrau und Mutter

Illustration Buchumschlag: Daniel Frick – danielfrick.ch

  • 116 Seiten. 

  • CHF 15.–

  • ISBN 978-3-033-06090-6

Ewig die Dummen (2014)

Kriminal- und Agentenroman – ein film noir auf 1114 Seiten

New York City, 1960. Ein arbeitsmüder Top-Spion der CIA erhofft sich durch den Diebstahl eines höchst brisanten Wettgegenstands den endgültigen Ausstieg aus dem Geheimdienst. Nicht ahnend, wie folgenschwer seine Aktion für einige Außenstehende sein wird, begeht er den riskanten Diebstahl …

Kernthema des Romans ist die gezielte Manipulation von Führungspersonen in der Politik und – infolgedessen – der von ihnen regierten Nationen. Zu diesem Zweck startet der US-Geheimdienst in den 1960er Jahren ein streng vertrauliches Programm namens »Mesmeria«, bei dem sich alles um die phänomenalen hellseherischen Fähigkeiten eines männlichen Mediums – Porter Catch aka Ringo Kid – dreht. Erst dreißig Jahre später kommt ans Licht, dass  Porter Catch vom Geheimdienst einzig dazu missbraucht wurde, wichtige Entscheide im Weißen Haus in die gewünschten Bahnen lenken zu können.

Eine gut durchdachte, bis ins Detail ausgeklügelte Handlung fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite und lässt ihn eintauchen in das düstere Leben der Top-Agenten. Der Autor versteht es brillant, durch seine spritzige und erfrischende Schreibweise, keine Langeweile aufkommen zu lassen, sodass man das Buch trotz seines Umfangs nicht allzu oft aus der Hand legen möchte. Ein toller Roman und ein Muss für Liebhaber von Krimis und undurchsichtigen Machenschaften von Geheimdiensten und deren Agenten.

Renate Röther, Präsidentin des Thüringer Vereins der alten deutschen Mundart

  • 1'138 Seiten. 

  • CHF 25.–

  • ISBN 978-3-033-04370-1


Interview im "Bote" – Dez. 2014

Grüße aus dem Schwalbennest! (2009)

»Ich würde von meinen Eindrücken auf Madeira schreiben. Ich würde von den Menschen berichten, die mir in den nächsten vier Wochen über den Weg laufen. Ich würde meine Abenteuer zu Papier bringen und auch nicht davor zurückschrecken, meine persönlichsten Gedanken wiederzugeben. Aber das allein war noch nicht alles! Ungeheuer schlau und intelligent empfand ich meinen Einfall, das Ganze auch mal mit einer frisch von der Leber weg erzählten Kurzgeschichte anzureichern, zu ergänzen oder abzurunden – vornehmlich dann, wenn mir gar nichts Spannendes über den Weg laufen oder zustoßen sollte …«

Dieser auf der portugiesischen Insel Madeira entstandene Roman kann als unterhaltsames Reisetagebuch ebenso verstanden werden wie als eine Niederschrift philosophischer Überlegungen. Grüße aus dem Schwalbennest! soll vor allem Spaß machen – und zum Denken ebenso anregen wie auf die Blumeninsel im Atlantik entführen.


Illustration 'Schwalberich': Dirk Bonsma – dirk-bonsma.magnolia.ch

  • 251 Seiten. 

  • CHF 19.–

  • ISBN 978-3-003-01845-7


Apparatus Magneticus (2006)

Der prägendste Tag in Herr Doktor Larssons Leben war zugleich der schlimmste. Es war an seinem 60. Geburtstag, als er von der Kommission der städtischen Ärztegilde in den Ruhestand versetzt wurde. Das alles verändernde Schreiben kam wie befürchtet bereits am Vormittag per Einschreiben ins Haus …

Im Mittelpunkt der Erzählung stehen der pensionierte Arzt und Witwer Larsson sowie sein einziger Freund, der Geschichtsprofessor und Junggeselle Konrad, in der Kulisse Nordeuropas des 19. Jahrhunderts. Nachdem Larsson durch ein neu verabschiedetes Gesetz seinen geliebten Beruf altershalber hat aufgeben müssen, setzt er sich zum Ziel, mit der Konstruktion einer auf Schwingungen basierenden Maschine Vergeltung zu üben. So soll sein Apparatus Magneticus zur Heilung vieler Erkrankungen herangezogen werden können – und somit das hohe Ansehen der Ärztekammer, welche maßgeblich für Larssons ungerechtfertigten Ruhestand verantwortlich zeichnet, verringern helfen.

Konrad überlief es eiskalt. Ihm wurde klar, dass Larssons unzählige vergangene Bemühungen, ihm von der Arbeit am Apparatus Magneticus zu erzählen, einen ernst zu nehmenden Hintergrund gehabt hatten … Er hörte für seinen glücklichen alten Freund bereits die Glocken des wissenschaftlichen Ruhmes läuten. Er sah sie bereits: die Ehrentitel, den Eintrag im Geschichtsbuch, den Ritterschlag. Konrads Blick konzentrierte sich auf die knochige Rechte seines Gegenübers, wo sich bereits ein kaiserlicher Dankesring am Finger bildete …
  • 289 Seiten. 

  • vergriffen

  • ISBN 978-3-033-00817-5


Die Romane auf einen Blick


Fliegender Ring (2017)

Ein in Zürich sich abspielender Roman über die Herausforderungen des Ehe- und Familienlebens – basierend auf wahren Begebenheiten.

  • 116 Seiten.

  • CHF 15.–

  • ISBN 978-3-033-06090-6

Ewig die Dummen (2014)

Das Kriminal- und Agentenepos. Ein gedruckter film noir auf 1114 Seiten. Die im Roman geschilderten, rund achtzig Jahre umfassenden Geschehnisse ermöglichen ein tiefes Eintauchen in die Machenschaften des US-Geheimdienstes. 

  • 1'138 Seiten insgesamt.

  • CHF 25.–

  • ISBN 978-3-033-04370-1

Grüße aus dem Schwalbennest! (2009)

Ein mit philosophischen Gedanken durchwirktes Madeira-Reisetagebuch, das vor allem Spaß machen und auf die portugiesische Blumeninsel im Atlantik entführen soll.

  • 251 Seiten.

  • CHF 19.–

  • ISBN 978-3-003-01845-7

Apparatus Magneticus (2006)

Eine Geschichte über das Leben auf dem Abstellgleis – im Fokus steht der pensionierte Arzt und Witwer Larsson, welcher sich mit der Erfindung einer auf Schwingungen basierenden Maschine Genugtuung erhofft.

  • 289 Seiten.

  • vergriffen

  • ISBN 978-3-033-00817-5

»Bend the world in support of your needs«

Fork Burke

Großformatiges Foto Aldo Betschart (2021) by Fork Burke

Copyrights:

Aldo Betschart 

2022