Aldo Betschart  
 

Essays

> Bruno Suter in den Schwyzer Regierungsrat!

(…) Ist eine solche Parteipolitik, ein solcher Bundesrat überhaupt noch glaubwürdig? Vertritt dieses Führungssystem noch länger die Interessen des Volkes oder arbeitet die Politik nicht je länger je mehr gegen die direkte Demokratie?... - Das sind alles Fragen und Zweifel, die Bruno schliesslich zur (wiederholten) Regierungsrats-Kandidatur bewogen haben. Er glaubt fest daran, dass er als Regierungsrat etwas ändern kann. Und wer ihn wie ich kennt, der wird ihm alles zutrauen. (…)
Montag, 31. Mai 2010

> Ewige Baustelle: Stadt Zürich

(…) Ordnung muss sein!“, wird der gemeinsam erarbeitete Plan der Stadtregierung und des Tiefbauamts der Stadt Zürich lauten, und eben darum steht im Jahre 2009 – ganz egal, wo man sich in der Stadt Zürich gerade befindet - schon an der nächsten lauschigen Ecke, im nächsten hübschen Strassenzug oder auf dem nächsten, von Bäumen überdachten Platz, mit grosser Bestimmtheit seit heute früh oder aber vorgestern Nacht schon die uns allen bekannte rot-weisse Bau-Absperrung, wohinter vielleicht einer harmlosen Bodenunebenheit im Auftrag der Regierung mit aller Entschiedenheit der Garaus gemacht werden soll. (…)
Montag, 25. Mai 2009

> Die Schweinische Impfmaschinerie

(…) Der heute im Ruhestand befindliche Randall muss wissen, was er sagt; er hat zehn Jahre lang in Laboren gearbeitet, wo er massgeblich mithalf, eben jene Impfstoffe zu entwickeln, gegen die er sich heute vehement ausspricht. Vom Saulus zum Paulus wurde er übrigens erst, nachdem das gesunde Kind eines seiner Bekannten nach einer Impfung ganz plötzlich starb. Den Schock über den plötzlichen Tod des Kindes noch nicht verdaut, begann er damals auf eigene Faust in die andere Richtung zu forschen: Er nahm die verschiedensten Impfstoffe genauer unter die Lupe und kam dabei auf immer alarmierendere Ergebnisse. (…)
Mittwoch, 6. Mai 2009

> Die Starbucks-Seuche

(…) Die amerikanischen Kaffee-Furunkel sind eine Seuche, und in ihrer Wirkung nicht minder verheerend und tödlich, als es die Pest in früheren Jahrhunderten gewesen ist. Davon lasse ich mich nicht abbringen. Wie vielen kleinen Geschäften mag sie schon das Genick gebrochen haben, diese Seuche, weil sie von einem Kapital zehrt, dem buchstäblich kein Boden- und Mietpreis etwas anhaben kann? Müssen wir es einfach hinnehmen, dass sie sich überall breitmacht, oder freuen wir uns gar darüber? (…)
Freitag, 25. Juli 2008

> Hündchen Moby Dick

(…) Eine Weißwurst auf vier abgesägten Beinen war er; ein nicht näher zu benennendes, fleischiges Stück Ärgernis, das noch dazu mit einer ausgeprägten langen Narbe auf der einen Seite umherschwänzelte, als ob es ‘Moby Dick’ mimen wollte! So wahr ich dies schreibe: Als ich die Narbe an dem missratenen Kläffer sah, überkam mich tiefe Schadenfreude. Ohne Frage war das Ärgernis von einem mit allen guten Sinnen und Instinkten ausgestatteten, großen Hund angefallen worden, der es für nichts als eine Wurst gehalten haben musste, genauso sehr wie Mutter Natur und ich. (…)
Montag, 21. Juli 2008

> Unerträglicher 'Lifestyle'

(…) redet man uns heutzutage gerne ein, dass wir aufgrund der verbesserten Lebensumstände mindestens hundert Jahre alt werden müssen. Spürt dann ein Siebzigjähriger mal den Rheumatismus und geht zum Arzt, wird er sogleich mit einem Korbvoll Medikamente eingedeckt. Wenn er Pech hat, ist er dabei noch an einen Arzt geraten, der ihm von der Seltenheit seines Leidens erzählt, denn schließlich ist Rheuma in der heutigen Gesellschaft ein Ding geworden, das, wenn überhaupt, nur noch ab dem neunundneunzigsten Altersjahr in Erscheinung treten dürfte. (…)
Freitag, 11. Juli 2008

> Höllenglocken

(…) Denn es wird nicht länger gesprochen oder zugehört, wenn die offenbar stocktauben Obrigkeiten von Kirche und Staat das sowieso schon zu lange und häufige Glockengeläut der verschiedenen Kirchen und Konfessionen noch gleichzeitig miteinander wetteifern lassen, wie es eben z.B. in der Stadt Zürich der Fall ist. (…)
Mittwoch, 9. Juli 2008