Aldo Betschart  
 

Bücher

Grüsse aus dem Schwalbennest  

»Ich würde von meinen Eindrücken auf Madeira schreiben. Ich würde von den Menschen berichten, die mir in den nächsten vier Wochen über den Weg laufen. Ich würde meine Abenteuer zu Papier bringen, und auch nicht davor zurückschrecken, meine persönlichsten Gedanken wiederzugeben. Aber das allein war noch nicht alles! Ungeheuer schlau und intelligent empfand ich meinen Einfall, das Ganze auch mal mit einer frisch von der Leber weg erzählten Kurzgeschichte anzureichern, zu ergänzen oder abzurunden – vornehmlich dann, wenn mir gar nichts Spannendes über den Weg laufen oder zustoßen sollte …«

Grüße aus dem Schwalbennest! ist ein humorvoller, philosophischer Tatsachen-Roman, entstanden während eines fünfwöchigen Aufenthalts auf der portugiesischen Insel Madeira, den Aldo Betschart im Juli und August 2008 alleine unternahm. Damit verfolgte er von Anfang an ein besonderes Ziel: fernab von allen heimischen Ablenkungen eine ‘sehr gute Schreibarbeit in dreißig Tagen’ fertigzubringen. Die Idee dazu war ihm gekommen, nachdem er nach über neun Jahren ‘immer wieder und immer noch’ an einem mehrfach umgeschriebenen Roman arbeitete. - Somit wurde das Besondere an diesem Buch eigentlich schon vor seiner Realisation deutlich vorweggenommen: Indem der geistig erschöpfte Autor eine dringend notwendige ‘Romanpause’ ausgerechnet dazu nutzte, mit einem vierwöchigen Schreibmarathon die Freude am spontanen Schreiben neu zu entdecken.

Mit dem vorliegenden, äußerst unverfälschten Werk, entführt ein munter philosophierender Aldo Betschart die Leserschaft mit viel Selbstironie auf die Blumeninsel im Atlantischen Ozean, wobei er nicht zuletzt Madeira (sowie der Pension Klenk, bzw. dem Restaurante ‘Klenk’s Café’) mit den Erzählungen seiner von Situationskomik erfüllten Erlebnisse und Beobachtungen liebevoll ein bescheidenes Denkmal setzt. - Die Urlaubshungrigen mögen Aldo Betschart's liebgewonnenen Feriendomizil und Schwalbennest auf Madeira einen ersten visuellen Besuch abstatten: Pension und Restaurante 'Klenk's Café' (Cafe Rustico), wo der vorliegende Roman geschrieben wurde.

"Ein Buch, bei dem von der ersten bis zur letzten Seite keine Minute Langeweile aufkommt, ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte, bevor man nicht die letzte Seite gelesen hat, weil man glaubt, irgend etwas zu verpassen. Es ist unterhaltsam, witzig, selbstkritisch und stimmt auch ab und zu nachdenklich. Es hat mir sehr gut gefallen." - Renate Röther, Madeira Urlauberin aus Deutschland

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> Rezension Bote der Urschweiz v. 17.06.09
> Rezension v. 26.04.2009 (NLZ, Pirmin Bossart)
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Apparatus Magneticus  

In Apparatus Magneticus wird von einer Erfindung erzählt, mit deren Hilfe sein Erbauer, der zum Ruhestand gezwungene Arzt und Witwer Larsson, die Konventionen sprengen will, die ihn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Untätigkeit verdammt haben. Ebenso ist es die Geschichte einer Freundschaft, die zwischen ihm und dem jüngeren Geschichtsprofessor Konrad besteht, der als verwöhnter Lebemann ganz im Geist der vorherrschenden Aristokratie aufgeht.

Es ist ein Roman, der falsches Streben, eitle Laster, Unsicherheit im Alltag - und nicht zuletzt das menschliche Unvermögen aufzeigt, künftige Ereignisse mit all ihren möglichen Folgen vorauszusehen. Die Haupt-Protagonisten Konrad und Larsson, die wegen adliger Abstammung von Geburt weg den Siegern angehören, wandern mit dem Fortlauf der Geschichte (mit geradezu rührender Hilflosigkeit) unaufhaltsam auf die Verliererseite. Was mit heroischer Hochstimmung beginnt, endet in einer Katastrophe. Die Leserschaft versteht auch bald weshalb; da einem der Notsituation entfremdeten Mensch - im Überdruss der feinen, luxuriösen Lebensbedingungen - beim Aufkommen unerwarteter Probleme gar nichts anderes bestimmt sein kann.

So weiss dieses Buch, dass die Tragikomödie eines von der Norm abweichenden Lebens immer auch von Missverständnissen gekrönt ist.

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> Rezension Bote der Urschweiz, 26.07.2006
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